Einkommen

Klingt logisch und zeitgemäß. Denn gemeinsam ersparte Summen ermöglichen größere Investitionen. Damit nehmen die Dorfbewohner ihr Leben selbst in die Hand und schaffen sich eine selbstbestimmte Lebensgrundlage.

 

Die Herausforderung

Jahrelange Ausbeutung und die Folgen des Klimawandels stellen die kleinbäuerliche Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Wissen über Anbaumethoden und materielle Grundlagen sind durch HIV/Aids, Bürgerkriege, Flucht und Vertreibung verloren gegangen, geringe Erträge führen zu Mangelernährung und Armut. Die Versprechen großer Konzerne Ernteerträge durch genmanipuliertes Saatgut zu steigern sind folglich attraktiv. Gleichzeitig schmälern sie die Lebensgrundlage der Bauern, da ihnen Besitz und Entscheidungsfreiheit genommen werden.

Was bewirken Landwirtschaftstrainer und Sparergruppen?

Landwirtschaftstrainer werden in nachhaltigen, meist biologischen Landwirtschaftstechniken tiefgreifend ausgebildet, sodass sie das erlangte Wissen an die Bauern in ihren Dörfern weitertragen können. Damit werden deren Erträge gesteigert, ohne die Böden zu ruinieren oder auf externes Saatgut angewiesen zu sein. Der selbstbestimmte Anbau von Lebensmitteln sorgt für eine gesunde und ausreichende Ernährung der Familien. Außerdem wird durch eine effektive Landwirtschaft der lokale Markt gestärkt, was zur Einkommenssicherung beiträgt. Landwirtschaftstrainer nehmen so einen enorm wichtigen Stellenwert ein, um Gesundheit und Einkommen in den Dörfern zu stärken.

Hand in Hand mit der Ausbildung von Landwirtschaftstrainern geht die Wissensvermittlung über Einkommenssteigerung durch Sparergruppen und Mikrofinanzierung. Durch einen Zusammenschluss zahlen die Bauern regelmäßig einen gewissen Betrag in einen gemeinsamen Topf, von dem wiederum Geld für größere Investitionen genommen werden kann. Das dadurch gewonnene Einkommen führt schließlich wieder erhöhte Beträge in den Topf zurück.

Neben landwirtschaftlichen Investitionen wie Maschinen, Saatgut oder Vieh, wird auch für Gesundheitsinvestitionen gespart.  So muss beispielsweise ein gebrochenes Bein nicht auf Kosten der Schulbildung der Kinder gehen.

Fakten:

Ausbildungsdauer: 1 Jahr

Kosten: 2.500 Euro

Quelle:Stay, Christoph Kalscheuer

In einem Dorf nahe der ugandischen Hauptstadt Kampala haben sich die Dorfbewohner zu einer Sparergruppe zusammengetan. Sie werden von der Organisation NAWAD, einem Mitglieder der LATEK Stay Alliance, regelmäßig in strategischen Maßnahmen geschult.