07. Oktober 2020

Praktikum im Nowhere: Wie Corona die Praktikumswelt verändert

Homeoffice ist in Corona-Zeiten für viele eine Selbstverständlichkeit. Aber ausgerechnet jetzt ein Praktikum bei Stay zu beginnen, ist auch eine richtige Herausforderung! Unsere Studierenden im Praktikum kennen jedoch selbst dafür die Erfolgsgeheimnisse.

Praktisch ist Homeoffice bei Stay nicht anders als bei anderen Organisationen. In unseren Fachbereichen werden wir Praktikantinnen und Praktikanten über Videokonferenzsysteme oder übers Telefon von unseren künftigen Kolleginnen und Kollegen eingelernt. Wenn man sich nicht persönlich kennt, sind Verwechslungen vorprogrammiert! Der Versuch, noch nicht vertraute Stimmen den neuen Namen zuzuordnen, geht manchmal schief, ist aber auch oft lustig.

Absolute Freiheit im Praktikum bei Stay

Daneben hat Homeoffice im Praktikum bei Stay seine bekannten Vorzüge: Sobald man aufgestanden ist, kann man sofort seiner Arbeit nachgehen. Ohne zu duschen, ohne sich zu richten und ohne langen Arbeitsweg. Zwischendurch kann man den nötigen Haushalt erledigen und hat zum Feierabend kein lästiges Geschirr mehr rumstehen. Praktisch der einzige Arbeitsunfall, der passieren kann, ist, sich an der Bettkante zu stoßen.

Aber wofür steht eigentlich das Home in Homeoffice? Die Telefonate mit einer unserer Praktikantinnen bei Stay waren immer durch störendes Rauschen in der Leitung beeinträchtigt. Unser IT-Praktikant wusste keinen Rat. Dann stellte sich heraus: Die Praktikantin arbeitete vom Atlantik-Strand aus, wo sie den Sommer bei ihren französischen Großeltern vertrachte. Stay on the beach.

Keine Frage, Homeoffice im Praktikum macht uns deutlich flexibler. Eine andere Praktikantin absolvierte ihr gesamtes Praktikum von Hamburg aus. Niemand hat sie je persönlich kennengelernt. Das ist zwar schade, verdeutlicht aber zweierlei: Erstens, ein Leben ohne Stuttgart ist möglich. Zweitens, unter diesen Umständen zieht es unsere Praktikantinnen Richtung Küste.

Wo Sonne ist, ist auch Schatten

Die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit ist nicht klar gegeben und damit mehr Disziplin gefragt. Störungen sind ein Thema, und zwar vom eigenen Freund oder der Freundin oder von den Eltern, die mal wieder ein dringendes Anliegen haben und nicht glauben können, dass auch auf dem weichen Sofa hart gearbeitet werden kann. Vor Sofas und anderen Weichmöbeln möchten wir ohnehin dringend warnen: Diese Arbeitsplätze bergen die Gefahr in sich, plötzlich müde zu werden und ein kleines Nickerchen einzuschieben. Diese Zeit muss dann nachgearbeitet werden - eine Endlosschleife.

„Wer bist Du?“

Der größte Nachteil am Homeoffice ist der nicht vorhandene Kontakt zu den meisten Teammitgliedern. Niemand der Studierenden im Praktikum hat bisher alle Mitarbeitenden persönlich kennengelernt. Die Urlaubszeit hat die Situation noch verschärft. Teilweise sind einem nicht mal die Führungskräfte persönlich bekannt. Seinen Chef nicht zu kennen, ist bei Stay wirklich schade, denn der Umgang miteinander ist stets sehr vertraut und respektvoll. Andererseits: Ein Praktikum bei Stay ist ohnehin immer dadurch geprägt, dass man viel selber machen kann. Das gilt auch, wenn der Chef nicht seinen Kaffee selbst zu Hause kocht. Eigeninitiative und Selbständigkeit werden jetzt sogar noch mehr gefragt - und honoriert.

Das monatliche Highlight

Unvergesslich für die Praktikantinnen und Praktikanten bei Stay ist der monatliche „Prakti-Ausflug“. Dabei organisiert das Stiftungsmanagement einen Ausflug, und im Anschluss essen wir zusammen und genießen ein Feierabendbier. Selbst in Corona-Zeiten haben wir dieses besondere Ereignis nur selten voll virtuell erleben müssen. Ansonsten haben wir geeignete Hygiene-Konzepte gefunden.

Fazit: Praktikum bei Stay? Gerne wieder!

Homeoffice im Praktikum bei Stay ist weder grundsätzlich negativ noch positiv, sondern muss halt derzeit sein. Klar ist, dass es keinen Grund gibt, davor zurückzuschrecken. Unter Berücksichtigung einer Maximalbelegung dürfen wir auch im Büro arbeiten. Das gibt den Praktikantinnen und Praktikanten zusätzlich Freiheiten, ermöglicht Austausch und sorgt für ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Für den Rest sorgen digitale Hilfsmittel wie Videokonferenzen, Mail und Telefon. Die helfen uns übrigens auch dabei, nach unserem Praktikum Stay verbunden zu bleiben. Auch vom Sofa aus. Stay home!