Pressemitteilung

Stiftung Stay baut Unternehmernetzwerk in Kenia auf

Daniel und Benny bei der Reiseplanung
Quelle: Stay/ Hannah Bordne

Benjamin Wolf (l., Gründer der Stiftung) und Daniel Ostertag (r., Projektleiter Entwicklugszusammenarbeit) bei der Reisevorbereitung. 

Stuttgart,12. April 2018. Nach der Eintragung des ersten Netzwerkes von 32 einheimischen Sozialunternehmern in Uganda bereitet die Stiftung Stay den Aufbau eines vergleichbaren Netzwerkes in Kenia auf. Dies wurde durch die finanzielle Unterstützung der knodel foundation, Köln, möglich, die der Stiftung Stay eine finanzielle Unterstützung von 30.000 Euro zugesagt hat.

 

Im Rahmen einer Geschäftsreise werden Benjamin Wolf (Gründer der Stiftung Stay) und Daniel Ostertag (Projektleiter Entwicklungszusammenarbeit) nun wichtige Positionen für den Aufbau eines Netzwerks vor Ort besetzen. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit der kenianischen Mitgliederorganisationen die simultane Förderung der Bereiche Gesundheit, Bildung und Einkommensgenerierung zu ermöglichen und so soziale Rendite zu bieten.

Gründer Benjamin Wolf ist überzeugt, dass Entwicklung nur nachhaltig ist, wenn Einheimische die „Entwicklungshelfer“ sind. Dabei dient der geplante Dachverband den einheimischen Sozialunternehmern zum Austausch von Erfahrungen, persönlichen und fachlichen Fortbildungen sowie der Abstimmung ihrer landesweiten Arbeit. Auch Stipendien und Fördermittel werden durch ihn vergeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der qualitativen Verbesserung, regionalen Ausweitung sowie der Selbstfinanzierung der Projekte. Stay selbst tritt dabei nur als Vermittler auf. Über die Stuttgarter Stiftung können Unternehmer, Stiftungen und Privatpersonen aus Industrieländern Gelder für den Ausbau dieser Dachverbände und der einzelnen Sozialunternehmen bereitstellen.

Nach der ersten „Starthilfe“ wird das Netzwerk selbstständig agieren und national koordiniert als Player der Entwicklungsarbeit auftreten können. Dafür werden beispielsweise Projekte aus den drei verschiedenen Bereichen aufeinander abgestimmt umgesetzt. Eine wichtige Rolle spielen auch Multiplikatoren, wie Gesundheitshelfer, die vom Dachverband ausgebildet werden und ihr Wissen anschließend in ihren Heimatdörfern weitergeben können.

Bereits in Uganda hat die Stiftung Stay eine solche Institution, die LATEK-Stay-Alliance, aufgebaut. Gemeinsam mit 32 Mitgliederorganisationen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommensgenerierung, konnten in den letzten Jahren zahlreiche Projekte verwirklicht werden. So haben bei der Mitgliederorganisation „Somero“ im März 30 Gesundheitshelfer ihre Ausbildung abschließen können. Sie werden nun medizinische Basisversorgung in ihren Dörfern und Gemeinden leisten und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung vor Ort beitragen.

 

Über die Stiftung Stay

Stay ist eine Gemeinschaftsstiftung für Entwicklungszusammenarbeit und wurde 2007 unter dem Namen Südwerk Stiftung in Fellbach gegründet. Im Oktober 2013 wurde die Stiftung in Stay umbenannt und betreibt ihr Büro mittlerweile im Stuttgarter Westen. Gründer Benjamin Wolf arbeitet gemeinsam mit drei Mitarbeitern, zahlreichen Ehrenamtlichen, Praktikanten und drei Hochschulgruppen an seiner Vision der nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit.  Das Ziel von Stay ist es auf Kritik an der klassischen Entwicklungshilfe zu reagieren. Mit dem Aufbau von Stay-Allianzen in verschiedenen Entwicklungsländern, werden Benachteiligte dabei unterstützt, sich selbst aus der Armutsspirale zu befreien, ihren Weg zu gehen und zu einem selbstbestimmten und freien Leben zu finden. So werden mit einheimischen Sozialunternehmern und Nichtregierungsorganisationen (NRO) dauerhaft tragbare Strukturen geschaffen, damit der Wunsch nach einer Zukunft im eigenen Land in Erfüllung gehen kann. 

 

Über die knodel foundation

Die knodel foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich der Bekämpfung globaler Problemstellungen sowie dem freien Zugang zu Informationen und Bildung verschrieben hat. Wir wollen die Welt einfach jeden Tag ein kleines bisschen besser machen. Dazu gehört für uns auch, Denkverbote zu durchbrechen, Ursachen (insbesondere Kriege und wirtschaftliche Ausbeutung) zu bekämpfen und nicht nur deren Folgen zu lindern. Die Schaffung von Multiplikatoren und die Vernetzung guter Ideen, seien diese non-Profit oder for-Profit bietet unserer Meinung nach die Basis, für ein besseres Morgen und ermöglicht erst ein Übermorgen. Dafür fördern wir diverse Projekte aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Wissen und Umweltschutz.